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KKO beantragt Eigenverwaltungs-Verfahren

Träger und Politik begrüßen den Schritt zur Neuausrichtung

Oberhausen 09.07.2019 (sh). Das Katholische Klinikum Oberhausen (KKO) hat heute ein so genanntes Eigenverwaltungs-Verfahren beantragt. Damit nimmt das Klinikum, das über drei Standorte und zusätzlich drei Altenheime, vier Pflegedienste und drei Hospize verfügt, die Chance einer umfassenden und gesetzlich geschützten  Neuausrichtung wahr. Der Schritt ist notwendig geworden, weil die wirtschaftlichen Herausforderungen für das KKO immer größer geworden sind. Gleichzeitig wurde der finanzielle Spielraum immer enger, um Restrukturierungsmaßnahmen aus eigener Kraft einzuleiten und durchzuführen. Die gesetzlich geschützte Chance, ein Eigenverwaltung-Verfahren durchzuführen, bekommen nur Unternehmen, die nachweisen können, dass eine solche Restrukturierung zukunftsfähig ist.

Um die Neuausrichtung durchzuführen, wurden zusätzlich zu Geschäftsführer Michael Boos zwei sehr erfahrene Krankenhaus-Experten vom Aufsichtsrat zu Geschäftsführern der KKO bestellt: Dr. med. Reinhard Wichels, Gründer der WMC Healthcare GmbH und Christian Eckert (Partner bei WMC). Ihnen stehen Dr. Christoph Niering sowie André Dobiey von der Kanzlei „Niering Stock Tömp“ (NST) zu Seite, die als Generalbevollmächtigte ernannt wurden. Komplettiert wird das Führungsteam durch einen unabhängigen Sachwalter, der vom Amtsgericht bestellt werden wird. 

Löhne und Gehälter sind sicher – Betrieb aller Einrichtungen geht unverändert weiter

In der Zeit der Umstrukturierung geht der Betrieb aller Einrichtungen unverändert weiter, deren Fortführung ist finanziell gesichert. Die 2370 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des KKO wurden heute über das Eigenverwaltungs-Verfahren informiert. Die Löhne und Gehälter der Beschäftigten sind sicher. Das erweiterte Führungsteam betonte, dass die Versorgung der Patienten und Bewohner uneingeschränkt weitergehe, da alle rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vorhanden seien.

Die neue Geschäftsführung wird nun in den kommenden Wochen in enger Abstimmung mit den Gläubigern, Aufsichtsgremien und der Mitarbeitervertretung einen Restrukturierungsplan erarbeiten. „Das KKO hat definitiv die Chance, sich zukunftsfähig aufzustellen. Wie genau die Zukunft aussehen wird – auch mit Blick auf die umliegenden Mitbewerber – das werden wir nun mit aller gebotenen Geschwindigkeit, trotzdem respektvoll, mit ruhiger Hand und klarer Analyse erarbeiten“, skizzierte Dr. Reinhard Wichels die kommenden Wochen. Dabei sei die Rückendeckung durch Träger und Politik besonders für die Beschäftigten ein wichtiges Zeichen.

Einmalige Chance auf einen Gesundungsprozess

 „Das KKO ist ein christlich geprägter Verbund und dieser Haltung fühlen wir uns auch und gerade in der Phase der Neuausrichtung verpflichtet“, betonte Generalbevollmächtigter Dr. Christoph Niering. „Der eingeschlagene Weg wird schwierig, aber wir wissen, dass wir Kraft und Vermögen haben, um diesen Weg zu gehen – für das KKO, die Beschäftigten und nicht zuletzt für die vielen Menschen, die sich uns anvertraut haben und weiter anvertrauen werden.“

In der Restrukturierungsphase werden die Beschäftigten von der Eigenverwaltung transparent und konsequent über eingeleitete Maßnahmen informiert. „Das Verfahren ist in erster Linie ein Gesundungsprozess und damit eine einmalige Chance, um Projekte umzusetzen und Strukturen zu etablieren, für die wir ohne den Schutz dieses Verfahrens niemals genügend Zeit und Mittel bekommen hätten“, so Geschäftsführer Michael Boos. 

Pressekontakt

Simone Hoffmann
Strategische Kommunikationsberatung
im Gesundheitswesen
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m 0170 – 45 88 147
Über das KKO

Das Katholische Klinikum Oberhausen ist der größte Gesundheitsversorger in Oberhausen. Gemeinsam arbeiten über 2.370 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an mehreren Standorten in drei Krankenhäusern mit rund 720 Betten, 18 Fachkliniken und 12 medizinischen Zentren, Senioren- und Pflegezentren, ambulanten Pflegediensten, einem Reha-Zentrum sowie einem stationären und zwei ambulanten Hospizen für das Wohl der Menschen in der Region. Als akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Duisburg-Essen bietet das Unternehmen ein umfassendes Leistungsspektrum auf höchstem wissenschaftlichen, medizinischen und pflegerischen Niveau.

Über NST

Mit mehr als 70 Mitarbeitern konzentriert sich die Kanzlei „Niering Stöck Tömp“  (NST) ausschließlich auf die professionelle Insolvenzverwaltung und die Beratung krisengefährdeter Unternehmen. Die Partner der Kanzlei NST sind Mitglieder des Verbandes der Insolvenzverwalter Deutschlands (VID) und sehen sich einer transparenten, unabhängigen und qualitativ anspruchsvollen Insolvenzverwaltung verpflichtet. NST hat deutschlandweit zehn Standorte und bislang mehr als 10.000 Verfahren begleitet.

Über WMC Healthcare

WMC Healthcare ist eine auf das Gesundheitswesen spezialisierte Unternehmensberatung. Die Kernkompetenz von WMC liegt in der Entwicklung von tragfähigen Zukunftskonzepten auch bei schwierigen wirtschaftlichen Situationen. Die Begleitung von Insolvenzen, die Optimierung von Personal- und Sachkosten sowie des medizinischen Controllings und die Expertise, Krankenhausprozesse unterschiedlichster Art wirtschaftlich zu gestalten, gehört zu den Dienstleitungen vom WMC Healthcare.

 

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