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Wann: Dienstag, 30. Juli 2019, 08:00 - 20:00

Vom Bergmann zum Altenpfleger im KKO - das Qualifizierungschancengesetz macht es möglich!

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Was wird aus den ehemaligen Mitarbeitern in den Bergwerken?

Diese Frage stellten sich nicht nur die Medien im Zuge der Schließung der letzten Zeche Prosper Haniel in Bottrop im Dezember 2018.  

Einer der ehemaligen Mitarbeiter besagter Zeche ist Ersin Baytekin aus Oberhausen. Der 44-Jährige stand nach 27 Jahren als Bergmann beruflich vor dem Nichts: „Mit 16 Jahren habe ich meine Ausbildung auf der Zeche gemacht. Ich wusste, dass ich mich nun beruflich neu orientieren muss – aber in welche Richtung sollte ich gehen?“, fragte sich Baytekin damals.

Aus verschiedenen Gründen kam der Oberhausener auf die Pflegebranche und machte im Februar 2019 ein Praktikum in dem Seniorenzentrum Bischof-Ketteler-Haus des Katholischen Klinikums Oberhausen (KKO). „Ich wusste, dass die Pflegbranche boomt und Leute gesucht werden – vor allem auch männliche Pfleger. Zudem habe ich meine Eltern drei Jahre lang gepflegt. Dort habe ich schon gemerkt, dass das etwas für mich sein könnte. Das Praktikum hat mich darin bestärkt.“

Anna Chrobok, Koordinatorin für die Aus-, Fort- und Weiterbildung beim KKO erkannte direkt das Talent des ehemaligen Bergmanns: „Er brachte alle Fähigkeiten mit, die man in dem Beruf braucht und überzeugte mit Gewissenhaftigkeit, Teamfähigkeit, Empathie und Wertschätzung. Ich war sofort überzeugt davon, dass er der Richtige für die dreijährige Ausbildung zum Altenpfleger ist!“.

Auch Ersin Baytekin war begeistert und wollte direkt loslegen. Den Platz in der Fachschule der AWO Oberhausen bekam er auch prompt zugesagt. Doch Gedanken machte sich Baytekin dennoch: „Ich wusste nicht, wie ich nur mit der Ausbildungsvergütung meine Familie ernähren sollte. Das hätte nicht ausgereicht. Zum Glück hatten wir eine tolle Beratung durch Herrn Lehmann vom Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur. Nun bekomme ich ein Arbeitsentgelt vom KKO gezahlt, von dem die Agentur einen Teil übernimmt und ich muss mir keine Sorgen mehr machen.“

„Diese Geschichte zeigt, wie schnell ein beruflicher Neustart gelingen kann, wenn alle Beteiligten zusammenarbeiten und die Unterstützungsangebote der Arbeitsagentur genutzt werden“, betont Jürgen Koch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Oberhausen. „Qualifizierung und Weiterbildung sind für Unternehmen und Beschäftigte der Schlüssel zum Erfolg. Gesetzlich sieht es aktuell so gut wie nie aus, denn mit der Verabschiedung des Qualifizierungschancengesetzes Anfang des Jahres, erhält jeder Beschäftigte grundsätzlich Zugang zur Weiterbildungsförderung auch unabhängig von Qualifikation, Lebensalter und Betriebsgröße.“

Arbeitgeber, die sich über die Fördermöglichkeiten im Rahmen des Qualifizierungschancengesetzes informieren möchten, erfahren mehr unter der kostenlosen Hotline 0800 4 555520 des Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit.

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